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Friedrichshafen, 04. Dezember 2020

SCHWÄBISCHE/Ralf Schäfer fragt, CDU Fraktion antwortet: Thema "Häfler Innenstadt ..."

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Die Schwäbische Zeitung / Ralf Schäfer hat den Ratsfraktionen Fragen zum Thema „Innenstadt“ gestellt. Norbert Fröhlich, Daniel Oberschelp und Achim Brotzer haben für unsere CDU Fraktion geantwortet.

Lieber Ralf Schäfer,

danke für die Fragen, nachfolgend die Antworten der CDU Fraktion:

1. Welche Vorstellungen hat Ihre Fraktion zum Thema Attraktivität der Innenstadt? Ist diese bereits ausreichend gegeben oder besteht Handlungsbedarf – wenn ja, welcher?

2. Was fehlt dieser Innenstadt, um die Bürger anzulocken und zu begeistern?

3. Gibt es ein Konzept oder eine „Wunschliste“, das oder die Ihre Fraktion bei der Frage nach der Innenstadtgestaltung verfolgt?

Antwort: Die Leitmaxime ist, alles daran zu setzen, unsere Innenstadt im Rahmen der Haushaltsspielräume attraktiver zu gestalten. Wenn mehr Menschen in die Altstadt kommen, stärken wir automatisch auch den Handel. Dazu braucht es saubere Plätze und Straßenräume mit intelligent verbesserter Aufenthaltsqualität. Wenn sich die Menschen in ihrer Stadt wohlfühlen, kommen sie gerne und verweilen auch eine Zeitlang. Wichtig sind einheitliche Öffnungszeiten der Geschäfte. Die Standortqualität insgesamt zieht Menschen an, nicht das einzelne Geschäft. Die Stadt kann und muss den Einzelhandel mit gemeinsamen Marketingangeboten und Werbeaktionen unterstützen. Der eine oder andere zusätzliche gastronomische Betrieb würde der „Altstadt“ sehr gut tun. Gastronomie und Shoppen ergänzen sich, sie sind zusammenzudenken. Der Wucht und Herausforderung des Online-Handels muss der stationäre Handel trotzen, mit physischem Erleben und individuellen Angeboten als Gesamterlebnis, das „das Internet“ schlagen kann.

Wichtig für die Händler ist, an einem Strang zu ziehen und gemeinschaftlich zu denken. Als Stadt können wir helfen, wir brauchen wesentlich mehr attraktive Neubepflanzung mit Brunnen und Sitzbänken, solche Wohlfühlinseln haben schon immer die Menschen angezogen.Dass Adenauerplatz und Wilhelmstraße gestalterisch aufgewertet gehören, ist Binse, diffizile Details sind in Arbeit. Die Innovation muss der Tradition angemessen Rechnung tragen, das traditionelle Marktgeschehen darf darunter nicht leiden. Noch immer sind in der Karlstraße wie auf dem Adenauerplatz die Bodenbeläge suboptimal, viel zu holprig. Im Rahmen der Haushaltsspielräume gilt es stetige Verbesserungen zu schaffen.

Dass Adenauerplatz und Wilhelmstraße gestalterisch aufgewertet gehören, ist Binse, diffizile Details sind in Arbeit. Die Innovation muss der Tradition angemessen Rechnung tragen, das traditionelle Marktgeschehen darf darunter nicht leiden. Noch immer sind in der Karlstraße wie auf dem Adenauerplatz die Bodenbeläge suboptimal, viel zu holprig. Im Rahmen der Haushaltsspielräume gilt es stetige Verbesserungen zu schaffen.

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4. Konkret: Welche Plane verfolgen Sie und Ihre Fraktion hinsichtlich des alten Zollareals?

Antwort: uf dem Gelände des alten Zollhausgebäude könnte ein pfiffiges gastronomisches Angebot in Kombination mit kulturellen Akzenten wertvolle Impulse setzen und so das gesamte städtische Areal entscheidend aufwerten. Dass sich der Gemeinderat dem Thema annimmt und in gebotener Sorgfalt widmet, ist zweifellos wichtig.

Allerdings liegt auf der Hand, dass die Realisierung und Umsetzung dauern kann, da die unseres Erachtens unverzichtbare repräsentative Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung in vollem Umfang zum Zug kommen muss und soll. Vor dem Hintergrund dieses Konsultations- und Beteiligungsverfahrens in Kombination mit der auf einstweilen nicht absehbare Zeit angespannten Corona-Haushaltslage wäre es aus unserer bescheidenen Sicht Augenwischerei, ja unseriös, den Häflern vermeintlich zeitnahe Umsetzungen in Aussicht zu stellen.

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5. Wie beurteilen Sie die Voraussetzungen für Einzelhändler in der Innenstadt (Parkmöglichkeiten, Erreichbarkeit)?

6. Welche Wege und Ziele sollte die Stadt bei der mehrfach geforderten Stärkung und Förderung des „Erlebnis Innenstadt“ verfolgen (Förderung von Gastronomie und Nachtleben, Möglichkeiten für Gastronomie, auch den Außenbereich besser zu nutzen, Angebote auch im Winter und nicht nur für Touristen während der Sommerzeit)?

Antwort:  Eine florierende Innenstadt braucht eine gute Erreichbarkeit aus allen Richtungen. Die Sperrung der Friedrichstraße für den Autoverkehr kommt für die CDU nicht in Frage. Die Pläne der Stadtverwaltung zur Neuregelung des Radverkehrs in der Friedrichstraße lehnen wir ab. Für uns kommt insbesondere nicht in Frage, die Radfahrer auf eine - wie geplant- zweispurige Straße zu schicken, wo sie sich den Straßenraum mit 900 Bussen pro Tag und unzähligen Motorradfahrern teilen müssten.

Fakt ist, dass die meisten Leute nun mal mit dem Auto fahren. Wir müssen sehen, wie wir die Autos so nah wie möglich an die Geschäfte ran bringen, so nahe, wie es verkehrs-und umweltverträglich möglich ist. Was wir jedoch brauchen sind umweltfreundlichere und leisere Fahrzeuge mit alternativen Antrieben. Um eine ruhigere Innenstadt zu bekommen, müssen wir auch alles daransetzen, mehr Menschen zum Umstieg auf den ÖPNV oder auf das Fahrrad zu bewegen. Dazu ist es unerlässlich, das ÖPNV-Angebot kontinuierlich zu verbessern und das Radwegenetz noch attraktiver zu gestalten.

Die Auslastungsstatistik unserer Parkhäuser zeigt, dass die Innenstadt ausreichend mit Parkplätzen versorgt ist. Allerdings müssen diese Parkhäuser problemlos erreichbar sein, sonst bleiben die für das Erlebnis Innenstadt unverzichtbaren Besucher weg. Die Parkgebühren sind alles andere als billig, gewiss. Auf der anderen Seite weisen unsere städtischen Parkhäuser eine besonders hohe Qualität auf. Da können unsere Nachbarstädte nicht mithalten. Nach überstandener Corona-Pandemie, wenn alles wieder in die Innenstadt drängt, gilt es unserer Überzeugung nach ein Konzept aufzusetzen, das idealerweise Parkgebühren schon ab 18.00 Uhr senkt. Wer stattdessen ganztags sparen möchte, kann auf eine große Zahl preiswerter Parkplätzen am Hinteren Hafen ausweichen und dafür ein Stück zu Fuß gehen.

Freundliche Grüße

Für die CDU Gemeinderatsfraktion:
Norbert Fröhlich, Daniel Oberschelp und Achim Brotzer

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